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Mit dem SONOS One* hält der erste Smart Speaker Einzug beim Hifi-Ratgeber. Ich konnte mir das Gerät ein paar Wochen lang intensiv anschauen und bin höchst überzeugt von beinahe allem. Erfahre in diesem Artikel, womit mich der Smart Speaker genau überzeugen konnte und was ich zu kritisieren habe.

Dieses Testprodukt wurde mir kostenfrei von SONOS für diesen Test zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen dazu, wie wir testen, findest Du hier.

4.4/5

SONOS One* im Test

Inhalt

Lieferumfang

4/5

In einer schwarze Pappbox wird der SONOS One ausgeliefert. Er befindet sich zwischen Pappeinlegern und wird durch eine weiße Stofftasche vor Kratzern geschützt. Neben dem Lautsprecher selbst erhält man noch das Netzkabel und eine Bedienungsanleitung. Damit ist der Lieferumfang auch schon abgeschlossen. 

Ich muss sagen, dass ich mir gerade von der Verpackung hier noch etwas mehr erwartet hätte. Sie wirkt durch den sehr dünnen Karton nicht so hochwertig, wie der Inhalt eigentlich hergibt. Dazu ist das Auspackerlebnis eher langweilig. Dafür muss man jedoch die Nachhaltigkeit loben, denn Plastik sucht man hier vergebens.

 

Nachtrag: Nach Rücksprache mit meiner Ansprechpartnerin für SONOS Produkte muss hier korrigiert werden. Normalerweise ist im Lieferumfang noch ein Ethernet Kabel enthalten. Dieses wurde beim Testprodukt aber zuvor bereits entfernt. Normalerweise sind die Kabel noch in einer Plastikfolie eingepackt. Aus diesem Pluspunkt und dem Minuspunkt ergibt sich somit keine Änderung an der ursprünglichen Bewertung. Positiv hervorzuheben ist, dass SONOS bei den neuesten Produkten vollständig auf diese Plastikfolien/tüten verzichtet. Bspw. beim neuen Roam.

Technische Daten:

Anschlüsse / Netzwerk

4/5

Anschlüsse besitzt das Gerät lediglich in Form des Netzanschlusses und eines Netzwerkanschlusses (RJ45 Ethernet). Ansonsten wird die Musik direkt über das Wifi-Netzwerk abgespielt. Hierzu wird der SONOS One mit Hilfe der App (Diese ist für iOS und Android verfügbar) mit dem Heimnetzwerk verbunden. Die Einrichtung ist schnell und unkompliziert. Laut App soll die Einrichtung etwa 10 Minuten benötigen, ich war aber im Test deutlich schneller fertig. 

Beeinflusst wird die Übertragung natürlich von der Netzwerkübertragungsgeschwindigkeit, den sich im Heimnetz befindlichen Geräten und auch die Entfernung zum Router. Mein SONOS One stand während des Tests im Büro. Hier habe ich durchschnittlich 60% Verbindung zum Router, was völlig ausreicht für eine stabile Verbindung. Auch wenn sich im gleichen Büro noch der Netzwerkdrucker, mehrere Smartphones und mehrere Computer im gleichen Netzwerk befinden und mit dem etwa 10 Meter entfernten Router verbunden sind. Während meines dreiwöchigen Tests hatte ich keine Verbindungsprobleme mit dem SONOS One.

Mit Hilfe des Ethernet-Anschlusses ist es auch möglich ein NAS Gerät oder einen Computer mit dem SONOS One zu verbinden. Beides konnte ich leider während des SONOS One Test nicht testen, da die Voraussetzungen hierzu nicht gegeben waren. Generell konzentriere ich mich aber in diesem Test auch auf die Heimnetz Funktionalität in Form eines Wireless Speakers.

Schade ist, dass man Musik nicht direkt via Bluetooth abspielen kann. Dies ist beim SONOS One aber noch der Firmenpolitik von SONOS geschuldet, die in der Übertragung via Bluetooth eher Nachteile sehen und diese daher nicht anbieten.

App und Smart Home

4.5/5

Der SONOS One Multiroom Smart Speaker wird hauptsächlich über die SONOS App gesteuert und bedient. Alternativ ist auch eine Nutzung via Apple AirPlay 2 möglich. 

In meinem SONOS One Test habe ich mich aber hauptsächlich auf die Nutzung via App konzentriert. Diese war für mich, nach kurzer Einarbeitung, einfach und verständlich. Sämtliche SONOS Geräte lassen sich über die App steuern und ansprechen. Hierfür richtet man das Gerät ein und bestimmt den Ort in der Wohnung. Mit Hilfe des Smartphones und Trueplay lässt sich dann auch die optimale Lautstärke und Equalizer Einstellung für den Raum finden, indem mit Hilfe des Mikrofons des Smartphones der Raum ausgemessen wird. Für mich persönlich hat das aber eher wenig Veränderung mit sich gebracht.

Mit der App von SONOS kann man seine bevorzugte Musikquelle auswählen, von der aus Musik auf dem SONOS One abgespielt werden soll. In meinem Fall habe ich Spotify hinterlegt. Hiermit kann ich zumindest die erste Seite von Spotify benutzen, um jedoch auf meine heruntergeladenen Songs und meinen persönlichen Bereich zu kommen, muss ich die Spotify App auswählen und dann dort manuell nochmal den SONOS One als Abspielgerät auswählen.

Ansonsten stellt SONOS in der App auch noch ein eigenes Radio zur Verfügung. Hier kann man ausgewählte Radiokanäle zu seinem SONOS Gerät hinzufügen oder zwischen von SONOS zur Verfügung gestellten Playlisten auswählen. Des Weiteren lassen sich viele andere Dienste in der App hinzufügen, sodass man seine bevorzugte Audioquelle nutzen kann.

Nachtrag: Zur App muss noch erwähnt werden, dass man hier auch die Möglichkeit hat seinen bevorzugten Sprachassistenten einzubinden. In meinem Fall ist es Amazon Alexa gewesen, was sehr gut und problemlos funktioniert hat. Dabei kann man jederzeit das Zuhören des Sprachassistenten deaktivieren. Neben Amazons Alexa gibt es auch die Möglichkeit den Google Assistenten zu aktivieren.

Klang des SONOS One

4.5/5

Bass, Mitten und Höhen

Die Bässe sind tief und auch in den untersten Bereichen noch sehr präzise ohne zu schwimmen oder zum Brei zu werden. Bei den meisten Titeln fehlt mir aber etwas der Punch bei der Kick Drum. Die Lautstärke macht hier wenig aus, sodass auch in den niedrigsten Lautstärken der Bass noch gut wahrnehmbar ist, während er in mittleren Lautstärken eine sehr starke Grundbasis bildet, die viele Räume erfüllen wird. Erst in sehr hohen Lautstärken verliert der Bass meiner Meinung nach etwas an Präzision.

Die Mitten des SONOS One können dank des tollen Mittelfrequenztreibers viele Details herausarbeiten. Stimmen werden hier aber nicht vernachlässigt und erhalten den Raum, den sie benötigen und sind stets etwas hervorgehoben. Was aber bei vielen Songs auffällt ist, dass ein SONOS One Gerät meist nicht ausreichend ist, weil hier natürlich kein Stereo Sound vorhanden ist, der viele Titel aber erst ausmacht.

Die Höhen sind mit einer hohen Brillanz ausgestattet und unheimlich detailliert. Dennoch ist die Grundabstimmung hier recht warm, sodass der SONOS One kein Zischen verzeichnet. Hier könnte dem ein oder anderen etwas Charakter fehlen, mir gefällt die Wärme aber gut. Übrigens kann man hier auch mit dem Equalizer nachhelfen.

Podcasts und Filme

Sowohl im Radio als auch bei Podcasts sind Stimmen in den meisten Fällen gut verständlich. Einzig sehr bassige Stimmen werden hier aber teilweise nicht ganz verständlich wiedergegeben. Das ist aber nur selten der Fall, hier lohnt es sich dann den Bass etwas runterzuziehen am Equalizer. 

Bei Filmen habe ich teilweise etwas Latenz verspürt. Klanglich fand ich den SONOS One dafür optimal geeignet und bestens ausgesteuert für jegliche Arten von Filmen. Hier könnte ich mir sehr gut vorstellen den Hinweis von SONOS wahrzunehmen und zwei SONOS One mit einer Soundbar zu kombinieren. Allerdings dürfte hier dann keine Latenz zu spüren sein (Siehe Nachtrag unten). Im Test kam die Latenz höchstwahrscheinlich durch die WLAN Verbindung zustande, die bei Audioinhalten nicht auffällt.

Nachtrag: Auch hierzu habe ich eine Information von meiner Ansprechpartnerin bei SONOS erhalten. SONOS empfiehlt für Filme grundsätzlich nicht den SONOS One zu nutzen, sondern die dafür vorgesehenen Soundbars. Diese wird, im Gegensatz zum SONOS One, mit einem optischen Kabel verbunden, sodass keine Latenz entsteht. Die hier vorhandene Latenz ist vorhersehbar, da natürlich der Speaker über das Netzwerk angeschlossen wird.

Die perfekte Musikrichtung

Wenn man die Möglichkeit hat zwei SONOS One zu kombinieren würden hier Rockhymnen, Soul und Jazz stehen, denn diese Songs leben von ihrer Bühnenpräsenz, was aber eben nur im Stereo Betrieb möglich ist.

Bei nur einem Gerät sollte man vor allem zu Hip-Hop und elektronischer Musik greifen, alles was laut ist und Party macht. 

Egal, ob ein oder zwei SONOS One Geräte, klassische Musik kann ich jederzeit empfehlen.

Fazit zum Klang

Ich habe beinahe nichts auszusetzen. Ganz kleine Abstriche beim Bass und an der Latenz (die auch durch das eigene Netzwerk beeinflusst wird), über die ich aber im Home Streaming von Musik hinwegsehen kann. Wenn es zu Filmen geht, muss man die Latenz loswerden, was bestenfalls über die SONOS Soundbars funktioniert. Ansonsten bekommt man hier aber was man erwartet. Klang im Wert von knapp 200€, der kaum Wünsche übrig lässt.

Der Überblick

Mein persönliches Highlight:

Was mir nicht gefällt:

Die Höhen sind für mich ein Highlight. Detailliert und klar.

Die Latenz bei Filmen, die ich leider nicht entfernt bekommen habe.

Das Ergebnis der einzelnen Teilaspekte:

Lieferumfang

Anschlüsse

App

Klang

4/5
4/5
4.5/5
4.5/5
Gesamtfazit

Insgesamt würde ich aktuell wahrscheinlich zuschlagen, wenn ich den SONOS One bekommen könnte. Toller Klang, hochwertige Verarbeitung und sinnvolle App mit vielen Einbindungsmöglichkeiten. Wer Alexa oder den Google Assistenten nutzt, hat darüber hinaus noch das perfekte Smart Home Gerät. Ich persönlich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Gerät und alle angesprochenen Punkte, die zu leichten Abzügen führten, sind für mich kein Hindernis, den SONOS One nicht zu kaufen.

4.4/5

Hier kannst Du den SONOS One kaufen:

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei: 229 €

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